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Gesundheit

proebstelIm Rahmen der Vortragsreihe „Gesund in Bad Nauheim“ referiert Dr. Michael Pröbstel zusammen mit Birgit Schneider am Montag, den 08. Februar 2010, um 19.00 Uhr zum Thema „Gelenkverschleiß – Ende der Aktivität“. Veranstaltungsort ist der Kronensaal des Gasthauses „Zur Krone“, Burgstraße 9, Bad Nauheim.

Arthrose entsteht durch eine chronische, schmerzhafte, zunehmend funktionsbehindernde Gelenkveränderung infolge eines Missverhältnisses zwischen Tragfähigkeit und Belastung. Ursachen können genetische Faktoren, eine Fehlstellung der Beine oder auch Übergewicht sein. Die Arthrose schränkt die Bewegungsfreiheit des Patienten ein und verursacht große Schmerzen durch Gelenkschwellungen, meist an Hüfte, Knie oder Hände.

Birgit_SchneiderIn seinem Vortrag wird Dr. Pröbstel  gemeinsam mit Birgit Schneider Therapiemöglichkeiten, wie Krankengymnastik oder die medikamentöse Therapie aufzeigen. In manchen Fällen wird eine Gelenkspiegelung, insbesondere des Knies vorgenommen. Bei anhaltenden Beschwerden und einer zunehmenden Gelenkzerstörung muss das Gelenk ersetzt werden. Sind die konservativen Verfahren ausgeschöpft, bleibt noch die Option einer Endoprothese. Dargestellt werden die unterschiedlichen Operationsverfahren  und ihre Vorteile.

Dr. Pröbstel ist Chefarzt der Unfallchirurgie und Orthopädie am Gesundheitszentrum Wetterau (Hochwaldkrankenhaus Bad Nauheim und Bürgerhospital Friedberg). Birgit Schneider ist dort als leitende Physiotherapeutin tätig.

Die Teilnahmegebühr zu dieser Veranstaltung beträgt EUR 3,- / ermäßigt EUR 2,-. Der Einlass beginnt um 18.30 Uhr.

Aktualisiert (Freitag, den 05. Februar 2010 um 16:01 Uhr)

 

Dr.BudimirRehabilitation bei künstlichen Hüft- und Kniegelenken

Žarko Budimir referierte im Rahmen der Reihe „Gesund in Bad Nauheim“ der Bad Nauheim Stadtmarketing und Tourismus GmbH zum Thema „Stationäre und ambulante Rehabilitation bei künstlichen Hüft- und Kniegelenken“.

In Deutschland werden jährlich etwa 330.000 primäre Hüft- und Knieendoprothesen implantiert. Jeder operierte Patient bedarf einer individuellen Rehabilitation entsprechend der Vorgaben der einzelnen Operateure. Dies kann nur in einer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Reha-Einrichtung und Akutklinik erfolgen.

Am ersten Tag einer Rehabilitation erfolgt die fachspezifische Diagnostik, bestehend aus Aufnahmeuntersuchung, Sichtung der Vorbefunde und weiterführenden Untersuchungen wie Sonographien oder Laboranalysen. Anhand dieser Befunde erstellt der zuständige Arzt einen auf den Patienten individuell eingestellten Ablaufplan, der medikamentöse Maßnahmen, aktive Bewegungsprogramme, passive physikalische Maßnahmen, psychologische Betreuung sowie Schulungsprogramme zur Krankheitsbewältigung beinhaltet.

Bei der Rehabilitation mit Hüft- oder Knieprothesen wird besonderen Wert auf die Vermeidung von Komplikationen durch Thrombosprophylaxe sowie auf die Schulung und das Training von Aktivitäten des täglichen Lebens gelegt. Durch regelmäßige Wund- und Laborkontrollen in der Rehabilitationsphase wird eine Früherkennung von potentiellen Komplikationen ermöglicht. Zusätzlich erfolgt eine angepasste Schmerzbehandlung nach unterschiedlichen Stärkegraden, Einzelkrankengymnastik zum Wiedererlangen der Gehfähigkeit, physikalische und sportphysikalische sowie ergotherapeutische Maßnahmen, aber auch die Vorbereitung auf die häusliche Rückkehr, die Versorgung von Hilfsmitteln und Vorschläge für weitere Maßnahmen. Die Behandlung von möglichen Begleiterkrankungen oder die vorübergehende Anpassung der internistischen Medikation nach der Operation, erfordert eine individuelle Betreuung durch ein fachlich kompetentes und flexibles Reha-Team, das auf eine optimale Vernetzung der einzelnen Abteilungen Wert legt.

Bei der Auswahl einer geeigneten Prothese spielen neben Alter und Knochenstruktur auch etwaige Gelenkveränderungen eine Rolle. Generell sollte eine enge Zusammenarbeit zwischen Reha-Klinik und operierendem Arzt erfolgen, damit sich die Klinik nach den Behandlungsvorschlägen des Operateurs richten kann um so eine erfolgreiche Rehabilitation zu gewährleisten.

Žarko Budimir ist seit 2007 orthopädischer Oberarzt an der Park-Klinik in Bad Nauheim. Sein Studium absolvierte er an der Johann Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt, mit anschließender Ausbildung zum Facharzt der Orthopädie an der Orthopädischen Fachklinik Paulinenhilfe in Stuttgart.



Brigitte_KulawikOsteopathie – eine sanfte Behandlungsmöglichkeit für die ganze Familie

Brigitte Kulawik referierte im Rahmen der Reihe „Gesund in Bad Nauheim“ der Bad Nauheim Stadtmarketing und Tourismus GmbH zum Thema „Osteopathie – eine sanfte Behandlungsmöglichkeit für die ganze Familie“.

Osteopathie ist eine ganzheitliche Behandlungsmethode, die im Jahre 1874 von Dr. Andrew Taylor Still gegründet und seither stetig weiterentwickelt wurde. Der Hauptgedanke dabei ist, den menschlichen Körper als Ganzes zu betrachten und dementsprechend zu behandeln. Die Therapie spürt physiologische Spannungen und Bewegungsverluste auf, um diese mit verschiedenen Techniken, wie beispielsweise der Craniosacralen-Therapie oder der Faszientechnik, zu behandeln. Ziel ist es, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu stärken, indem ein besseres Gleichgewicht geschaffen wird. Behandelt werden in erster Linie sogenannte Funktionsstörungen wie Wirbelsäulen-Syndrome, chronische Schmerzzustände, Migräne, chronische Verspannungen, Verdauungsprobleme oder Neuralgien. Nach einer Behandlung sollte der Patient ruhen und mindestens eineinhalb Liter stilles Wasser trinken.

Auch für Kinder sind osteopathische Behandlungen gut geeignet.  Vor allem Symptome wie Blähungen und Koliken, häufiges Schreien und Spucken oder Gleichgewichtsstörungen, fehlende Konzentration, Skoliosen und Zahnfehlstellungen können Gründe für eine osteopathische Behandlung sein. Bei den sogenannten KISS und KIDD-Syndromen handelt es sich um funktionelle Störungen der oberen Kopfgelenke, die angefangen von Haltungsstörungen und motorischen Defiziten bis hin zu Verhaltensauffälligkeiten führen können.


Brigitte Kulawik ist als Physiotherapeutin, Heilpraktikerin und Osteopathin tätig. Sie absolvierte eine fünfjährige Osteopathieausbildung am College Sutherland in Schlangenbad bei Wiesbaden und setzt diese Therapieform schwerpunktmäßig in ihrer eigenen Praxis in Bad Nauheim ein.

 


Dr.BudimirRehabilitation bei künstlichen Hüft- und Kniegelenken

Am Montag, den 19. Oktober 2009 referiert Dr. med. Žarko Budimir in der Reihe „Gesund in Bad Nauheim“ der Bad Nauheim Stadtmarketing und Tourismus GmbH über das Thema „Stationäre und ambulante Rehabilitation bei künstlichen Hüft- und Kniegelenken“. Die Veranstaltung findet um 19.00 Uhr im Kronensaal des Gasthauses „Zur Krone“, Burgstraße 9 in Bad Nauheim statt.

In Deutschland werden jährlich etwa 330.000 primäre Hüft- und Knieendoprothesen implantiert. Jeder operierte Patient bedarf einer individuellen Rehabilitation entsprechend der Vorgaben der einzelnen Operateure. Dies kann nur in einer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Reha-Einrichtung und Akutklinik erfolgen. Erörtert werden in diesem Vortrag die Aufgaben der Rehabilitation nach einer Knie- oder Hüftgelenksoperation sowie der Ablauf der medizinischen Versorgung und der therapeutischen Leistung für den Patienten.

Dr. med. Žarko Budimir ist seit 2007 orthopädischer Oberarzt an der Park-Klinik in Bad Nauheim. Sein Studium absolvierte er an der Johann Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt, mit anschließender Ausbildung zum Facharzt der Orthopädie an der Orthopädischen Fachklinik Paulinenhilfe in Stuttgart.

Die Teilnahmegebühr beträgt EUR 3,- / ermäßigt EUR 2,-. Der Einlass für diese Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr.

 


dr.goerlichBehandlungsmöglichkeiten bei Verstopfung und Stuhlhalteschwäche

Dr. Christof Görlich referierte im Rahmen der Reihe „Gesund in Bad Nauheim“ der Bad Nauheim Stadtmarketing und Tourismus GmbH über das Thema „Behandlungsmöglichkeiten bei Verstopfung und Stuhlhalteschwäche“.

Ca. 28 % der Deutschen leiden an Verstopfungen. Von einer dauerhaften Verstopfung spricht man, wenn harte Stühle, ein Gefühl der inkompletten Entleerung, manuelle Manöver zur Stuhlentleerung oder weniger als zwei Stühle pro Woche als Symptome bei mehr als einem Viertel der Stuhlgänge in den vergangen sechs Monaten vorliegen. Ballaststoffarme Ernährung, Bewegungsmangel oder weniger als 1,5 Liter Flüssigkeitsaufnahme am Tag können die Ursachen sein. Neurologische Erkrankungen wie M. Parkinson, eine mechanische Verengung durch einen bösartigen Tumor oder Narben sowie Arzneimittelnebenwirkungen können ebenfalls zu einer verzögerten Darmpassage führen.

Eine minimal erforderliche Stuhlfrequenz gibt es nicht, das heißt es besteht keine Gefahr einer Selbstvergiftung. Anamnese und die proktologische Basisuntersuchung sind Möglichkeiten der Diagnostik. Die Basistherapie besteht aus einer physiologischen Stuhlgangsregulierung in Form von Entleerungshilfen wie beispielsweise Klysmen oder Einläufen. Nebenwirkungen wie Blähungen, Bauchkrämpfe oder mechanische Verletzungen sind möglich. Abführmittel werden in schweren Fällen der Erkrankung angewendet, im Fall von Formveränderungen im Bereich des Beckenbodens z. B. Mastdarmvorfall ist eine Operation allerdings unausweichlich.

Werden chronischen Verstopfungen nicht behandelt, kann das zu einer Beckenbodensenkung mit Überdehnung der Muskulatur und Nerven und damit zu einer Stuhlhalteschwäche führen.

An Stuhlhalteschwäche leiden in Deutschland ca. 3 bis 4 Mio. Menschen. Diese wird durch eine Störung der Feinkontinenz hervorgerufen und in drei Schweregrade unterteilt. Häufig handelt es sich um eine Kombination mehrerer Ursachen wie beispielsweise eine Beckenbodenfunktionsstörung in Verbindung mit einer Veränderung der Stuhlkonsistenz. Stuhlgangsregulierung durch z. B. gezielte Abführmaßnahmen oder die Veränderung der Stuhlkonsistenz ist eine Möglichkeit zur Behandlung. Zudem sollten bestimmte Nahrungsmittel wie Kaffee, Alkohol, Lakritze, Kohl, Bohnen oder Linsen vermieden werden. Bei einem Defekt des Schließmuskels hilft nur ein operativer Eingriff. In seltenen Fällen ist die Anlage eines künstlichen Bauchafters die einzige Maßnahme, um die durch die Inkontinenz hervorgerufene Belastung zu verbessern und dem Patienten ein normales Leben zu ermöglichen. Biofeedbacktraining wie z. B. Yoga oder Beckenbodengymnastik sind im Falle einer Erkrankung eine wichtige Grundlage in der konservativen Behandlung.

Dr. Christof Görlich ist seit November 2007 chirurgischer Oberarzt am Gesundheitszentrum Wetterau/Bürgerhospital Friedberg. Er leitet eine eigene koloproktologische Sprechstunde im Rahmen des Medizinischen Versorgungszentrums Centromed Friedberg GmbH.


Ina_Almstedt-112

Autogenes Training und Progressive Muskelrelaxation – Einsatz im Alltag

Ina Almstedt referierte im Rahmen der Reihe „Gesund in Bad Nauheim“ der Bad Nauheim Stadtmarketing und Tourismus GmbH zu dem Thema „Autogenes Training und Progressive Muskelrelaxation – Einsatz im Alltag“.

Symptome wie chronische Schmerzzustände, Prüfungsängste oder anhaltender Stress können Gründe sein an einem Entspannungskurs teilzunehmen. Neben der individuellen Freizeitgestaltung tragen regelmäßige Übungen zur Entspannung bei. Diese bringen dem Menschen den eigenen Körper näher und werden von Ärzten und Therapeuten als begleitende Therapie eingesetzt. Die Entspannungsverfahren sind für jede Altersgruppe erlernbar, dabei stehen Erholung und Selbstruhigstellung an erster Stelle.

Autogenes Training wurde bereits um 1550 v. Chr. bzw. in der Mahabharata, dem bedeutendsten Epos der Hindukultur vor ca. 3000 Jahren als Entspannungstechnik erwähnt. In dieser Zeitepoche wendete man ein Verfahren ähnlich der heutigen Hypnose oder des Autogenen Trainings an. Das Training besteht in seiner Grundstufe aus sechs Formeln, die in Interaktion mit einem Lehrer in Einzel- oder Gruppenverfahren eingeübt werden. Diese Formeln sind der Kern der Übungen und beziehen sich auf bestimmte Organe bzw. Partien des Körpers wie beispielsweise Übungen zur Regulation der Herztätigkeit und Atmung, der Schwere, Wärme in der Bauchregion und der Stirnkühle.
Autogenes Training wird als therapiebegleitende, unterstützende Methode der Selbstkontrolle und Selbsthilfe eingesetzt. In einem Zustand von Unruhe, Verspannung, Einengung oder Angst hat das autogene Training eine besondere Wirkung, indem Spannungen abgebaut, Möglichkeiten der Entspannung aufgezeigt und Ängste überwunden werden.

Die Methode der Progressiven Muskelentspannung wurde erstmals 1929 beschrieben. Eine Verkürzung der Muskelfasern drückt sich durch Verspannung und Anstrengung aus, auch psychische Spannungen können von Kontraktionen der Muskulatur begleitet werden. Eine Nervenfaserleitung überträgt Erregungsimpulse in Form von Nervenpotentialen von Gehirn und Rückenmark an den Muskel, eine andere führt die umgekehrte Reizleitung durch. Die Aktivierung der zuführenden Nerven aktiviert den Muskel. Bei erfolgreicher Entspannung der Muskulatur, wirkt sich dies direkt auf das Körpergefühl und das Seelenleben aus. Die Übungen zur Muskelentspannung können im Liegen oder Sitzen erfolgen. Die Muskelgruppen werden in einer bestimmten standardisierten Reihenfolge trainiert, danach erfolgt eine Zurücknahme, die den Organismus wieder aktiviert; es sei denn, der Patient benutzt das Training zum Einschlafen.

Die beste Voraussetzung für das Erlernen und die spätere Anwendung sind tägliche Übungen, die problemlos als persönliche Rituale in den Tagesablauf eingeplant werden können. 

Ina Almstedt arbeitet als Entspannungspädagogin und ist Mitarbeiterin in der Beschäftigungs- und Freizeittherapie der Klinik am Südpark. Sie hat selbst einige Jahre Yoga gemacht und kam beruflich zum Tiefmuskel-Entspannungstraining nach Jacobson.

 


Foto_SchumacherRefluxbeschwerden

Dr. Ingo Schumacher vom Bürgerhospital Friedberg referierte im Rahmen der Reihe „Gesund in Bad Nauheim“ der Bad Nauheim Stadtmarketing und Tourismus GmbH zum Thema „Aufstoßen und Sodbrennen – Muss ich damit leben?“.

Etwa 30 % der deutschen Bevölkerung leidet an Refluxbeschwerden. Diese werden durch eine Störung des Speiseröhren-Verschlussmechanismus am Mageneingang ausgelöst, wodurch Mageninhalt in die Speiseröhre zurücklaufen kann. Symptome für eine Refluxkrankheit können Kehlkopf- und Rachenentzündungen oder Bronchitis und Asthma sein. Bei der Refluxkrankheit werden zwei Krankheitsbilder unterschieden: Im Falle einer primären Refluxkrankheit wird durch einen fehlerhaften Druckaufbau in der unteren Speiseröhrenverschlusszone die Selbstreinigungsfunktion der Speiseröhre gestört. Bindegewebs- und Muskelerkrankungen oder eine verzögerte Magenentleerung hingegen können zu einer sekundären Refluxkrankheit führen. Werden diese Symptome nicht rechtzeitig behandelt, kann es in der Speiseröhre zu Blutungen, Geschwüren oder Narben kommen. In besonders schweren Fällen kann sich die Magenschleimhaut umbauen und sich ein Karzinom bilden. Leidet ein Patient dauerhaft unter Sodbrennen, Schmerzen hinter dem Brustbein und unter Schluckbeschwerden, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Durch Behandlungsmethoden wie eine Speiseröhren-Magen-Zwölffingerdarm-Spiegelung, ein Röntgenbild von Magen und Darm, eine 24 h-Säuremessung in der Speiseröhre oder eine Speiseröhrendruckmessung, können die Ärzte entsprechende Diagnosen erstellen. Das Ziel bei einer Therapie ist die Besserung der Refluxsymptome und die Abheilung der Speiseröhrenentzündung. Aufgrund des hohen Rückfallrisikos wird bei einer medikamentösen Behandlung eine Dauertherapie mit Säureblockern empfohlen. Im Falle eines operativen Eingriffs wird anhand einer Magenfundus-Manschette die Druckbarriere am Übergang vom Magen in die Speiseröhre wieder aufgebaut.

Dr. Ingo Schumacher ist Chefarzt der Klinik für Chirurgie am Gesundheitszentrum Wetterau im Bürgerhospital Friedberg. Er ist Mitglied der Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie und ordentliches Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie.

Autogenes Training und Progressive Muskelrelaxation – Einsatz im Alltag

Ina Almstedt referierte im Rahmen der Reihe „Gesund in Bad Nauheim“ der Bad Nauheim Stadtmarketing und Tourismus GmbH zu dem Thema „Autogenes Training und Progressive Muskelrelaxation – Einsatz im Alltag“.

Symptome wie chronische Schmerzzustände, Prüfungsängste oder anhaltender Stress können Gründe sein an einem Entspannungskurs teilzunehmen. Neben der individuellen Freizeitgestaltung tragen regelmäßige Übungen zur Entspannung bei. Diese bringen dem Menschen den eigenen Körper näher und werden von Ärzten und Therapeuten als begleitende Therapie eingesetzt. Die Entspannungsverfahren sind für jede Altersgruppe erlernbar, dabei stehen Erholung und Selbstruhigstellung an erster Stelle.

Autogenes Training wurde bereits um 1550 v. Chr. bzw. in der Mahabharata, dem bedeutendsten Epos der Hindukultur vor ca. 3000 Jahren als Entspannungstechnik erwähnt. In dieser Zeitepoche wendete man ein Verfahren ähnlich der heutigen Hypnose oder des Autogenen Trainings an. Das Training besteht in seiner Grundstufe aus sechs Formeln, die in Interaktion mit einem Lehrer in Einzel- oder Gruppenverfahren eingeübt werden. Diese Formeln sind der Kern der Übungen und beziehen sich auf bestimmte Organe bzw. Partien des Körpers wie beispielsweise Übungen zur Regulation der Herztätigkeit und Atmung, der Schwere, Wärme in der Bauchregion und der Stirnkühle.

Autogenes Training wird als therapiebegleitende, unterstützende Methode der Selbstkontrolle und Selbsthilfe eingesetzt. In einem Zustand von Unruhe, Verspannung, Einengung oder Angst hat das autogene Training eine besondere Wirkung, indem Spannungen abgebaut, Möglichkeiten der Entspannung aufgezeigt und Ängste überwunden werden.

Die Methode der Progressiven Muskelentspannung wurde erstmals 1929 beschrieben. Eine Verkürzung der Muskelfasern drückt sich durch Verspannung und Anstrengung aus, auch psychische Spannungen können von Kontraktionen der Muskulatur begleitet werden. Eine Nervenfaserleitung überträgt Erregungsimpulse in Form von Nervenpotentialen von Gehirn und Rückenmark an den Muskel, eine andere führt die umgekehrte Reizleitung durch. Die Aktivierung der zuführenden Nerven aktiviert den Muskel. Bei erfolgreicher Entspannung der Muskulatur, wirkt sich dies direkt auf das Körpergefühl und das Seelenleben aus. Die Übungen zur Muskelentspannung können im Liegen oder Sitzen erfolgen. Die Muskelgruppen werden in einer bestimmten standardisierten Reihenfolge trainiert, danach erfolgt eine Zurücknahme, die den Organismus wieder aktiviert; es sei denn, der Patient benutzt das Training zum Einschlafen.

Die beste Voraussetzung für das Erlernen und die spätere Anwendung sind tägliche Übungen, die problemlos als persönliche Rituale in den Tagesablauf eingeplant werden können.

Ina Almstedt arbeitet als Entspannungspädagogin und ist Mitarbeiterin in der Beschäftigungs- und Freizeittherapie der Klinik am Südpark. Sie hat selbst einige Jahre Yoga gemacht und kam beruflich zum Tiefmuskel-Entspannungstraining nach Jacobson.
 
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