Eishockey Oberliga Endrunde: Einen immens wichtigen 3:2-Sieg n.P. (1:2, 0:0, 1:0) fuhren gestern Abend die Roten Teufel gegen den EHC Dortmund ein. In einem spannenden und fast schon playoffverdächtigen Match traf Kapitän Lanny Gare als einziger im Shootout, womit die Kurstädter auf Platz zwei der Tabelle hinter den Elchen liegen. Am Freitag kommt nun Rostock ins CKS, das heute 3:2 gegen Leipzig gewann.

Die Gastgeber mussten ohne Alexander Baum auskommen, der sich am Freitag im zweiten Drittel eine schmerzhafte Rippenverletzung zuzog und nicht einsatzfähig war. Seinen Part nahm Manuel Weibler ein, zudem stand Dominik Börngen in der Defenisve zur Verfügung. Die Hausherren versuchten von der ersten Minute an, entsprechend Druck zu machen, doch die Elche standen dicht gestaffelt an der eigenen blauen Linie. Die wenige Schüsse, die durchkamen (z.B. von Schwab oder Striepeke) hatte zudem Benjamin Finkenrath sicher. Die Elche kamen langsam aber sicher immer mehr vor den Kasten von Markus Keller, der in der 7.Minute das 0:1 durch Neumann nach einem Rebound hinnehmen musste. Die Kurstädter taten sich schwer und verbissen sich immer wieder in der EHC-Abwehr. Als die dritte Reihe in der 16.Minute einmal durchkam, konnte endlich gejubelt werden: Jannik Striepeke bediente wunderbar Dennis Cardona, der den Ausgleich markierte. Doch nur 46 Sekunden später klingelte es bereits wieder auf der Gegenseite, nachdem die EC-Defensive das Hartgummi nicht weg bekam, so dass Petrozza zur 1:2-Pausenführung einnetzen konnte.

Im Mittelabschnitt die Gäste den Druck und waren dem dritten Tor näher, als die Gastgeber dem Ausgleich. Petrozza und Pohanka scheiterten an Keller, wobei ein Treffer vom Slowaken keine Anerkennung fand, nachdem der Schiedsrichter vorher bereits abpfiff. Die Elche praktizierten ein Zwei-Mann-Forewchecking, das den Roten Teufeln gar nicht gefiel. Erst ab Mitte des Spiels gingen sie mehr Risiko und kamen nun besser vor den Dortmunder Kasten. Doch auch Cardona (31.) und Stanley (32.) scheiterten am Goalie. Das Bemühen war da, die ganz großen Chancen sprangen in einem fairen Spiel allerdings nichts dabei heraus, so dass der Mittelabschnitt torlos blieb.

Im letzten Drittel mussten die Hausherren mehr machen, und es kam auch nun deutlich mehr Druck. Allerdings kassierten die Roten Teufel auch zwei Strafzeiten, was weiter Kraft kostete und die Uhr weiter herunterlaufen ließ. Die letzten zehn Minuten gehörten dann vollends den Hessen: Dylan Stanley (51.) hatte hierbei die Riesenchance, doch Finkenrath hielt sensationell. Als auch Dortmund mal einen Akteur in der Kühlbox hatte, zog Christian Franz von der blauen Linie ab, und Kevin Lavallee fälschte unhaltbar zum vielumjubelten Ausgleich ab. In den Schlussminuten waren die Gastgeber nahe am Führungstreffer, aber sowohl Kujala wie auch Stanley verfehlten. In der Overtime hatte Lanny Gare den Zusatzpunkt bereits auf dem Schläger, doch erneut Finkenrath hielt überragend. Also ging es ins Penaltyschießen, in dem Lanny Gare gleich den ersten verwandelte, während alle anderen verfehlten. Somit haben die Hessen nach dem ersten Endrunden-Wochenende ebenso wie Rostock drei Zähler auf dem Konto, Dortmund führt mit derer vier. Am nächsten Freitag erwarten Fred Carroll und seine Mannen die Piranhas aus Rostock (Spielbeginn 19.30 Uhr).

EC Bad Nauheim – EHC Dortmund 3:2 n.P. (1:2, 0:0, 1:0)
Tore:
0:1 (06:42) Neumann (Schmerda, Richter)
1:1 (15:23) Cardona (Striepeke, Baldys)
1:2 (16:09) Petrozza (Martens, Kreuzmann)
2:2 (50:48) Lavallee (Franz, Schwab) PP 5-4
3:2 (65:00) Gare PS
Strafminuten: ECN 8 / EHC 4
Zuschauer: 1.704